Es ist faszinierend, wie oft in der Welt der Choreografie der Fokus auf das Spektakuläre gelegt wird – auf die großen Sprünge, die perfekten Linien, den dramatischen Effekt. Aber sind das wirklich die Dinge, die eine Choreografie zum Leben erwecken? Aus meiner Erfahrung nicht. Was wirklich zählt, ist oft viel subtiler: die Art, wie Bewegungen miteinander sprechen, wie ein Stück seine eigene Logik findet, wie ein Tänzer mit seinem Umfeld kommuniziert, ohne ein Wort zu sagen. Und genau hier setzt unser Ansatz an. Vielleicht klingt das kontraintuitiv, aber manchmal ist die größte Stärke eines Choreografen nicht das, was er oder sie hinzufügt, sondern das, was weggelassen wird. Dieser Blickwinkel wird oft übersehen – und genau das macht ihn so kraftvoll. Eine Kompetenz, die in unserem Framework ganz anders betrachtet wird, ist die Fähigkeit, das Unvorhersehbare zu umarmen. Die meisten professionellen Ansätze zielen darauf ab, Kontrolle zu perfektionieren, alles zu planen. Aber was entsteht, wenn wir gezielt Raum für Überraschungen schaffen? Choreografie ist schließlich kein Puzzle, das einfach zusammengesetzt werden muss – sie ist ein lebendiger Prozess, der atmet, sich wandelt. Und genau das ist es, was viele übersehen: Die Fähigkeit, Unsicherheiten nicht nur zu tolerieren, sondern sie als Quelle für Innovation zu nutzen. Vielleicht denken Sie jetzt, das sei eine romantische Überhöhung. Aber ist es nicht genau diese Art von Denken, die uns erlaubt, uns von reinen Routinen zu lösen? Und letztlich, wer möchte schon in einem Meer perfekter Technik ertrinken, wenn es doch die unperfekten Momente sind, die uns wirklich bewegen?